lena sarah M

Thursday, January 12, 2006

2 Essay

Boas und Nachfolger

Einleitung:

Franz Boas wurde am 7. September 1858 in Minden/Deutschland geboren. Er studierte Physik und Geographie in Heidelberg und Bonn. Er erhielt seinen Ph.D in Kiel 1881. Der Inhalt seiner Dissertation war über die Farben des Wassers. Die Forschungen für diese Arbeit führte er in Baffin Iland/Kanada durch. Dort wurde sein Interesse für die Inuits erwekt.1883 startete er eine Forschungsreise nach Baffin Iland/Kanada mit der Zielsetzung die physische Geograpie mit dem Wissen der Inuits darüber zu vergleichen. Er fand hierbei heraus, dass das Wissen und die Aktivitäten der Inuits nicht nur von der Umwelt geprägt sind, sondern das ihr Wissen und ihre Lebenweise ein Podukt kultureller und sozialer Phänomene ist.[1] Von da an beschäftigte er sich mit Kulturen und war als Ethnologe tätig. 1886 emigrierte er in die USA, von wo er zahlreiche Forschungsreisen durchführte. Sein Schwerpunkt war die Erforschung der Oraltraditionen von Indianerkulturen ,vorallem die der Kwakiutl in Britischcolumbia/Kanada.[2]Boas führte viele Feldforschungen durch. Sein Dokumentationsdrang rührte aus der Angst des raschen Austerbens dieser Kulturen .
Boas unterrichtete von 1896 bis 1936 an der Columbia Universität und sein Fachbereichsabteil wurde schnell zum Zentrum der anthropologischen Forschung in den USA.[3]1938 schrieb er sein berühmtestes werk “ The mind of primitive man “.
Boas starb am 21 Dezember 1942 bei einem Mittagessen das zu seinen Ehren gehalten wurde in den Armen von Claud Levi-Strauss.[4]

Boas Kulturelativismus:

Boas Ansatz war eine Gergenreaktion auf den Evolutionismus und den Rassismus.„Jede Kultur habe ihre eigene Geschichte und Entwicklung. Man solle nicht versuchen, ein allgemeines Gesetz zu machen, wie sich Kulturen entwickeln“.[5]Er untersuchte vorallem Wildbeutergeselschaften um zu beweisen, dass sie nicht, wie von den Evolutionisten angenommen, die niedrigste Stufe der Entwicklung ohne Luxus sind. Anhand der Erforschung der Kwakiutl bewies er seine Annahme,da diese als sesshafte Jäger und Sammler ein reichaltiges Leben mit Bräuchen , reichlich Nahrung und Haussklaven besaßen.
Die Gegenreaktion auf den aufkommenden Rassismus in Deutschland, ist spürbar in seinen Äußerungen und Betonugen auf die Einzigartigkeit jeder Kultur und der Gleichwertigkeit dieser.[6]
Im Gegensatz zum britischen Gegenreaktionsansatz, des Funktionalismus und des Strukturfuntionalismus, der seinen Schwerpunkt auf Sozialestrukturen setzt,war der Hauptansatzpunkt für Boas die Kultur und die Sprache.[7]
Kulturelativismus besagt, dass man Kulturen nur aus sich selbst heraus verstehen kann und daher jede Kultur relativ ist. Der Zugang zur jeweiligen Kultur ist über die Sprache möglich. Es werden keine Vergleiche durchgeführt, da jede Kultur einzigartig ist. Es ist also ein Versuch dem Evolutionismus vorgeworfenen Ethnozentrismus (eine Kultur als Massstab für die Wertung anderer Kulturen) entgegen zu wirken.Das Negative am Kulturelativismus ist, dass wenn er streng genommen wird, man ins Geschehen nicht eingreifen darf auch wenn es sich um eine Menschenrechtsverlezung handelt.Das Positive jedoch ist, dass der Kulturrelativismus keinerlei Wetungen kennt, da jede Kultur für ihn gleichwertig ist .[8]
Es gibt zwei Arten von Kulturrelativismus, einen schwachen und einen starken und Boas pendelte zwischen ihnen hin und her .Der starke Kulturrelativismus verabsolutiert Kulturen. Er hebt die Besonderheiten zu stark heraus und läßt Gemeinamkeiten keinen Raum, da diese die Einzigartikeit schmälern würden. Der schwache Kulturrelativismus lässt vergleiche zu, er ist zwar auch von den besonderheiten von Kulturen überzeugt, meint aber , dass es quer parallel und zwischen diesen Besonderheiten auch Gemeinsamkeiten gibt. Boas Schüler etschieden sich für einen der beiden Haltungen z.B aus der ersten Schülergeneration Lowie für die schwache und Kroeber für die starke Form. [9]
Boas hatte neben dem Fokus, dass Kultur nur von innenheraus verstanden werden kann noch ein zweites Ziel, die Erforschung von Variationen der Sprache, dem physischen Charakter und der Bräuche, die zu seiner bekannten „four field strukture/approache“ führte. Er endeckte bei seinen Forschungen, dass diese drei nicht umbedingt mieinander verbunden seinen müssen.
Der „four field approach“ teilt die Anthropologie in 4 Subdizipline -Linguistik, physische Anthropologie, kulturelle/ heutige KSA, und archiologische Anthropologie- ein.Boas wandte diese Methode, ursprünglich als Struktur für die Untersuchung der amerikanischen Indianer verwendet, an bevor er sie als Grundaufbau seiner beinflussten Anropologie in den USA erklärte/definierte.[10]

Nachfolger und deren Weiterentwiklung des boasischen Ansatzes:

Ich vestehe unter den Nachfolgern Boas in diesem Sinne seine beiden Schülerinnen der zweiten Generation Ruth Benedict und Margaret Mead und möchte diese beiden etwas näher beleuchten.
Beide setzten sich mit Charakter- und Persönlichkeitsstudien auseinander.

a)Ruth Benedict:

Ruth Benedict wurde am 5 Juni 1878 in New York geboren.Sie studiete an einer Frauenuniversität(Vassar College)Sie heiratete 1914 Stanly Bendict.Sie interessierte sich erst für die Anthropologie nach ihrer gescheiterten Ehe. Sie wurde1921 von Fanz Boas zum Ethnologie Studium an der Columbia Universität zugelassen.Sie schrieb 2 bedeutende Werke ,“patterns of culture“ und “the chrysantemum and the sword“ die sehr viel Verbreitung fanden, da sie sehr leicht verständlich aber polarisierend geschrieben waren. Sie erhielt erst einige Monate vor ihrem Tod eine Professur.Sie starb am 17 September 1948 in New York.[11]


In “patterns of culture“, das sie zuerst verfasste, geht es um drei Volksgruppen . Die Zuni( New Mexiko), die Kwakiutl (Vancover Iland) und die Dobus (Melanesien).Sie kontrastiert diese drei Gesellschaften mit einander und bezieht als vierte ihre eigene die amerikanische mit ein. Sie beschreibt die Zuni als apollemisch(Anlehnung an Nitsche der 2 Elemente des griechischen Theaters definiert apollemisch/Harmon,Ordnug und Dionysisch/Lust,Exzess)und daher neurotisch,die Kwakiutl als das Gegenteil, nämlich dionysisch und daher melancholisch und die Dobus als feindselig und verräterisch und daher paranoid. Sie stellt in diesem Werk fest, dass Normalität kulturgebunden ist. Kultur bestimmt was die Menschen die darin aufwachsen als richtiges Verhalten und normalen Geisteszustand ansehen.[12]Sie erklärt ,dass Entstehen kultureller Vielfalt durch Kulturelemente und die Kombination von diesen beschreibt sie als paterns (of culture)[13].Jede Kultur wählt ihres aus wie eben oben am Beispiel der drei Indianergeselschaften demonstriert.

“chrysantemum and the sword“ ist eine Charakterstudie über die Japaner die sie währed des zweiten Weltkrieg im Autrag der WF (war information) schrieb. Das Ziel ihrer Studie war es bessere Kentnis über den Feind zu erlangen.Sie bezog ihre Informationen von Interviews mit japanischen Kriegsgefangenen.[14]

b)Margaret Mead:

Margaret Mead wurde am 16.Dezember 1901 in Philadelphia(Pennsylvania) geboren. Zwischen 1926 und 1968 arbeitete sie im American Museum of Natural History in New York. Zwischen 1948 bis 1950 leitete sie die kulturelle Foschungsabteilung der Columbia University.Ihr wichigstes Werk ist „Comming of age in Samoa“.Sie starb am 15 November 1978 in New York.[15]

Ihr wichigstes Werk ist „Comming of age in Samoa“ in dem sie nicht sehr wissenschaftlich arbeitet, da sie keine Qwellenverweise anführt ,es geht ihr aber hauptsächlich um Stimmungen.Der Inhalt dieses Werkes bezieht sich vorallem auf die Fragestellung, ob die Pubertät transkulturelle und somit biologisch oder kulturell geprägt eine schwierige Lebensphase ist. Dieses Thema wählte Boas für sie aus, da es ihre Dissertationsarbeit war.Er kam auf diese Fragestellung durch ein aktuelles Streitgespräch seiner Zeit, ob Kultur oder Erbanlagen der prägende Faktor für die Persönlichkeisetwicklung sind. Die Feldforschung für das Buch führte Mead auf den Südsee Inseln in Samoa durch .Sie beschreibt die Pubertät nicht nur als unproblematische sondern schöne Lebensphase. Es gibt dort laut Mead keinen Konkurrenzkamf und kein Problem mit vorehelichem Sex ohne Liebe.Derek Freeman kritisierte ihre Arbeit stark und wiederlegte die Ergebnisse ihre Studie dort. Seine Kritikpunkte sind der Südseemythos den sie beschreibt und ihre methodische Feldforschungsvorgangsweise. Sie fand was sie finden wollte, sie beherrste die Sprache nicht gut und die befragten Mädchen erzählten ihr ihre Wunschvorstellungen. In Meads harmonischen Darstellungen entgeht ihr das starke Konkurensbewustsein vollkommen.
Trotzsdem ist Meads Studie nicht vollkommen zu verwerfen, wenn auch der Wahrheitsgehalt nicht sehr hoch ist, so hatte es einen wesentlichen Einfluss auf die westliche Welt mit ihren Eistellungen bezüglich der Jugend und der Pubertät.[16]
Margaret Mead war die bekannteste Vertreterin der culture und personality school.Ihre Arbeit markiert den Beginn der psychologischen Ethnologie.[17]Ihr Hauptfokus in ihren Werken betrifft Erziehungsmethoden in verschiedenen Kulturen.[18]


[1] vgl.Barnad Alan, 2000,History and Theory in Athropologie,S100-101
[2] vgl.encarta enzyklopädie plus,2001,Boas Franz
[3] vgl.Barnad Alan, 2000,History and Theory in Athropologie,S101
[4] vgl.Barnad Alan, 2000,History and Theory in Athropologie,S102
[5] vlg.http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrelativismus
[6] vgl.http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturrelativismus
[7] vlg.Silverman Sydel One Discipline Four ways,S198
[8] vlg.Tutorium vom 9.12.05
[9] vgl.Gingrich vorlesung 11.1.06
[10] vlg.Silverman Sydel ,One Discipline Four ways,S 198
[11] vgl.http://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Benedict
[12] vgl.Barnad Alan, 2000,History and Theory in Athropologie,S103-104
[13]vlg.Tutorium vom 9.12.05
[14]vlg.Tutorium vom 9.12.05
[15] vgl.http://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Mead
[16]vlg.Tutorium vom 9.12.05
[17] vgl.Barnad Alan, 2000,History and Theory in AthropologieS105
[18] vgl.encarta enzyklopädie plus,2001,M. Mead

Friday, November 25, 2005


1. Essay
Evolutionismus
Zur Zeit der Aufklärung in Frankreich und Großbritannien, wurden die dogmatischen Ansichten der Kirche sehr stark hinterfragt.
Vor allem in den Wissenschaften der Biologie und Philosophie, war man stark daran interessiert einen rationalen Ansatz zu finden.
Im Gegensatz dazu, stand die "Great chain of being" die besagte, dass alles, vom Menschen bis zum Einzeller, hierarchisch geordnet und von Gott geschaffen wurde.[1]
In der Biologie beschäftigte man sich intensiv mit dem Gedanken der Evolution.
Man war davon überzeugt, dass alles Leben einen Ursprung hat (Zelle) und sich von der einfachsten Form des Lebens hin zu komplexesten Form entwickelte.
Darwin ging anhand seiner Evolutionstheorie davon aus, dass neue Arten durch zufällige Mutationen (Veränderungen des Erbmaterials) entstanden und durch sogenannte "natürliche Selektion" überlebten und sich weiterentwickelten.
Charles Darwin war der Ansicht, dass auch der Mensch seine eigene Entwicklungsgeschichte besitzt, welche ihn zu Verwandten der Primaten macht.
Dies wurde und wird bis heute stark von den Kreationisten kritisiert, da sie den kirchlichen Gedanken, alles sei eine Kreation Gottes, vertreten.
Sie haben in einigen Teilen der USA bis dato großen Einfluss auf die Bevölkerung.
In der Philosophie war der Ansatz auch evolutionistischer Natur, mit dem Schwerpunkt auf die Entwicklung von Gemeinschaften.
Thomas Hobbes und Jean Jaques Rousseau waren zwei der zentralen Denker dieser philosophischen Richtung.
Laut Rousseau war der Mensch ansich gut, solange er alleine lebte. Diesen Zustand definierte er als "Urzustand".
Rousseaus Ansicht nach, waren Naturkatastrophen der Auslöser für den Zusammenschluss von Individuen. Das richtige Handeln sei ein natürlicher Instinkt. In Gesellschaften muss allerdings eine Regelung, der sogenannte Gesellschaftsvertrag, existierten um ein harmonisches beisammen sein zu gewährleisten. Das Individuum muss zum Wohl der gemeinschaftlichen Interessen, seine persönlichen Freiheiten einschränken.[2]
Thomas Hobbes ist wiederum der entgegengesetzten Ansicht, dass der Urzustand egoistische Interessen vertritt und nur zum Chaos führt.(Bello omnia contra omnes). Er ist der Überzeugung eine stark strukturierte Führung sei wichtig, um den Menschen zu einem guten Zusammenleben zu zwingen. Diese Struktur sollte die Basis von Gesellschaften sein. [3]
Die Ethnologie entstand aus dem Spannungsfeld zwischen Biologie und Philosophie. Daher ist es verständlich, dass ihr erster theoretischer Ansatz um menschliche Gesellschaften zu erklären, stark von den eben genannten Wissenschaften und dem evolutionistischen Gedanken geprägt ist.
Britische Ethnologie ging von der Fragestellung aus, was der Zusammenhang zwischen damaliger primitiver Gesellschaft und dem damaligen industrialisierten England war.[4]
Eine Grundannahme war, dass sich die Gesellschaften mit der Zeit vom niedrigen zum komplexen entwickeln. Sie durchlaufen alle die selben Entwicklungsphasen, jedoch die, die sich langsamer entwickelten, verblieben in der Stufe, in der sie sich befanden (niederen Stufe).[5]
Daher nahmen sie an, mit den heute lebenden, ihrer Meinung nach, primitiven Völkern und Kulturen, ihrer eigenen (westlichen) Entwicklungsgeschichte auf die Spur zu kommen. [6]
Sie arbeiteten mit Quellen aus zweiter Hand, waren also sogenannte Armchair-Antropologen, die keine direkten Feldstudien durchführten, sondern von ihrem Schreibtisch aus, die erhaltenen Informationen auswerteten.
In ihren Fragestellungen gingen sie auf spezielle Aspekte der Gesellschaft ein ohne sie regional zu differenzieren (zum Beispiel die Frage nach der Vererbung nach der Mutterlinie oder Vaterlinie).
Auch der Ursprung der Religion war ein wesentlicher Beschäftigungsschwerpunkt der Evulotionisten.[7]
Julian Steward, der sich selbst als multilinerarer Evolutionist bezeichnete, erkannte drei zeitlich und inhaltlich verschiedene Strömungen.
Diese nannte er, unilinearen , universalen und multilinearen Evolutionismus.[8]
Der unilineare Evolutionismus begann Anfang des 19. Jahrhunderts aus monogenistischen Theorien, hatte seinen Höhepunkt Ende des Jahrhunderts und war damals auch die anerkannte Theorie.
Es war die erste evolutionistische Strömung und er vertrat die Grundannahmen, die ich im vorigen Absatz erwähnte.[9]
Danach folgt der universale Evolutionismus, der seinen Anfang am Beginn des 20 Jahrhunderts hatte. Durch neues ethnographisches Forschungsmaterial, konnte die unilineare Evolution mit ihren generalisierenden Ansichten, alle Kulturen auf der ganzen Welt wären auf einen Ursprung zurückzuführen, nicht standhalten.
Daher ging dieser von drei universalen Entwicklungsstufen - der Wildheit, der Barbarei und der Zivilisation - aus.[10]
Der multlineare Evolutionismus entwickelte sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Er hatte mit sehr viel Kritik zu kämpfen, da der Evolutionismus im allgemeinen durch Beispiele aus der Praxis, zu widerlegen war und von anderen theoretischen Denkansätzen kritisiert wurde. (Funktionalismus und Kulturrelativismus)
Dadurch musste der multilineare Evolutionismus seine Ansichten stark einschränken. Er fokusierte sich weiters auf den wirtschaftlichen Aspekt von Kulturen und hat Gemeinsamkeiten mit Darwins Evolutionslehre.
Laut dem multilinearen Evolutionismus ist die Wirtschaft treibender Faktor für das Blühen uns Stocken kultureller Entwicklung.[11]

Die Errungenschaften der evolutionistischen Ethnologen waren einerseits die Etablierung der Ethnologie als wissenschaftliche Disziplin und andererseits die Erschaffung einer Basisterminologie.
Taylor und Frazer waren zwei bedeutende Evolutionisten, die sich intensiv mit Religion befassten, da sie diese für die treibende Kraft er Entwicklung der kulturellen Gesellschaften hielten.
Sie pägten die Begriffe Animismus, Totheismus, Polytheismus und Monotheismus.
Die Begriffsbezeichnungen werden bis heute verwendet, jedoch deren Aussage hat sich stark verändert.
Taylor erschuf den Begriff "Survivals", auf dessen Basis er Kulturen analysierte.
Als "Survivals" bezeichnet er Begriffe und Worte, die ihre Funktion verloren haben und nur durch ihr erhalten bleiben auf die Wichtigkeit in der Vergangenheit hinweisen. [12]( Zum Beispiel Hexenverfolgung à Halloween)

Sir James Frazer, beeinflusste mit seinem Buch "The Golden Bough" die gesamte Ethnologie und somit auch die nachkommende Generation.
Morgan, der ebenso ein wichtiger Vertreter des Evolutionismus war, prägte die Begriffe der Wildheit, der Barbarei und Zivilisation als Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme. Der Inhalt der Begriffe ist heute noch gültig, jedoch das Konzept wird nicht mehr verwendet.
Eines der großen Themen dieser Zeit war "Familie versus sozial Kontakt".
Es wurde die Frage diskutiert, ob Familie oder soziale Kontakte der Grundbaustein von Gesellschaften sind.
Die Beschäftigung mit diesem Thema führte zur Basis der "Kinship"-theorie.
Anhand dieser Theorie war es möglich einen schematischen Überblick über eine Gesellschaft zu bekommen.[13]


Der Evolutionismus verließ sich auf Informationen aus zweiter Hand ohne sie zu hinterfragen oder ihnen kritisch gegenüber zu stehen. Aus diesem Grund war er sehr realitätsfern. Das Interesse der Wissenschaftler galt in erster Linie nicht dem Verstehen von fremden Kulturen und der Analyse im spezifisch regionalen Feld, sondern galt der Erklärung der eigenen Menschheitsgeschichte.
Ihrer Ansicht nach standen sie auf der höchstentwickelten Stufe, was nur durch ihre egozentrische Weltansicht zu erklären war.
Von der wirtschaftlichen Seite aus gesehen, ist der Evolutionsgedanke vertretbar, da sich der Mensch vom Jäger und Sammler, über einfachen Bodenbau und Nomadendasein zu intensiv Bodenbau und agrarstaatlichen Gesellschaft, entwickelte. Auch von der politischen Seite ist dieser Gedanke vertretbar, da sich auch eine Entwicklung von staatenlosen Gesellschaften zu staatlich organisierten Gesellschaften, vollzog.
Auf der kulturellen uns sozialen Ebene trifft dies jedoch nicht zu, da es keinem zusteht zu werten.
Sollte man ausschließlich die biologische Seite des Evolutionismus berücksichtigen, würde dies zum nationalistischen Gedanken führen. Dieser würde die Theorie Darwins eins zu eins auf den Menschen übertragen, was bedeutet , dass sich die dominanteste "Rasse" gegenüber den anderen durchsetzt.


Quellenangabe:
[1] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.27-28
[2] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau
[3] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Hobbes
[4] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.27
[5] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.29
[6] vgl. Barth Frederik, One discipline four ways; S.9
[7] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.10/ 30-31
[8] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.27
[9] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.30
[10] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.38
[11] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.40
[12] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.36
[13] vgl. Barnard Alan, 2000, History and Theory in Antropology; S.30